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Nach der Krebsdiagnose

Aus der Erstarrung in die Offensive

Von Tobias Lemser · 2018

Jedes Jahr wird bei rund 42‘000 Menschen in der Schweiz Krebs diagnostiziert – ein Schock, den jeder einzelne bewältigen muss. Was dabei hilft und welche weiteren Schritte wichtig sind.

Wer jemals eine Krebsdiagnose erhalten hat, wird diesen Moment wahrscheinlich nie vergessen. Betroffene und Angehörige erleben diese erschütternde Nachricht als einen tiefen Einschnitt im Leben. Obwohl die Behandlungsmöglichkeiten sich von Jahr zu Jahr verbessern, ist die Angst besonders gross, fortan von dieser existenziellen Erkrankung bestimmt zu werden. Doch wie geht es nach dem ersten Schock weiter? Auch wenn dieser tief sitzt, ist es wichtig, sich nach ein paar Tagen zu besinnen und sich umfassend über die Erkrankung zu informieren. Stehen weitere Gespräche mit dem behandelnden Arzt an, hilft es, sich bestmöglich darauf vorzubereiten und wichtige Fragen zu notieren. Gerade weil es sich um eine sehr komplexe Materie handelt,
die es in einer Extremsituation zu verarbeiten gilt, sollten sich Betroffene nicht davor scheuen,
so lange nachzufragen, bis sie es verstanden haben – die wichtigste Voraussetzung, um mitreden und vor allem mitentscheiden zu können.

Arzt- und Kliniksuche

Weitere Herausforderung: ein geeignetes Spital oder spezialisiertes Zentrum ausfindig zu machen. Hierbei sollte nicht nur die weitreichende Erfahrung in der Therapie von Krebspatienten ausschlaggebend sein, auch gilt es zu klären, ob sich die behandelnden Ärzte an der für die jeweilige Krebsart gültigen medizinischen Leitlinie orientieren.
Ebenso zu berücksichtigen: Arbeitet die medizinische Einrichtung interdisziplinär,
kooperiert sie mit Forschungsverbünden und führt sie klinische Studien zu neuen Verfahren in der Krebsmedizin durch? Wer sich vor einer anstehenden Therapie unsicher fühlt, sollte sich zusätzlich eine Zweitmeinung einholen. Um hierbei unnötig belastende Doppeluntersuchungen zu vermeiden, kann es hilfreich sein, alle bisherigen Untersuchungsergebnisse zu einem solchen zweiten Beratungsgespräch mitzubringen – so wie auch eine nahestehende Person, damit keine Information verloren geht.