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Psyche

Ein Tabuthema im Fokus

Von Claudia Harbinger · 2016

Die Leistungsgesellschaft blendet sie oft aus, obwohl sie weit verbreitet sind: Phobien, Depressionen und Essstörungen. Knapp 17 Prozent der Schweizer Bevölkerung leiden an psychischen Erkrankungen.

Sie verursachen starkes persönliches Leid. Psychische Erkrankungen wirken sich auf den gesamten Lebensalltag aus und führen häufig zu starken Beeinträchtigungen bis hin zum Suizid. Zudem verursachen sie hohe volkswirtschaftliche Kosten von geschätzt über sieben Milliarden Franken jährlich. Früher fälschlicherweise ein Tabuthema, rücken sie langsam stärker in den öffentlichen Fokus.

Vorurteile abbauen

Die Prävention und Früherkennung seelischer Störungen wird zunehmend Bestandteil der staatlichen Gesundheitspolitik. Bund und Kantone intensivieren die Zusammenarbeit mit Ärzten, psychiatrischen und psychotherapeutischen Einrichtungen, Betroffenenvertretungen und Fachverbänden. Das Ziel ist, Betroffenen schneller zu helfen und Vorurteile in der Gesellschaft abzubauen.
Zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter gehören Phobien und Depressionen. Phobien sind grundlose und krankhafte Ängste, oft vor bestimmten Situationen, Tieren oder Tätigkeiten. Depressionen bedeuten negative Stimmungen und Gedanken, die sich in vielen Fällen durch Antriebslosigkeit und Interessenverlust äussern. Sie sind jedoch nicht immer klar erkennbar, denn viele Betroffene geben andere Beschwerden an wie Schlaflosigkeit, Konzentrationsmangel oder Appetitlosigkeit. Essstörungen entstehen zumeist in der Jugend und verlaufen meist über viele Jahre. Genau wie Depressionen können sie tödlich enden.

Fortbildungen für Hausärzte

Aktuelle Programme zur psychischen Gesundheit setzen auf verschiedenen Ebenen an, so zum Beispiel mit Fortbildungen für Hausärzte, um Diagnose, Behandlung und Überweisung an Spezialisten zu verbessern. Auch wird mit Informationskampagnen gearbeitet, um über Krankheitsbilder und die Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären oder mit Selbsthilfegruppen für Patienten und Angehörige. Zudem wird die Zusammenarbeit mit Lehrkräften, Polizisten, Seelsorgern und Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich gefördert.
Hilfe für Betroffene bieten unter anderem das Netzwerk Psychische Gesundheit Schweiz, das Aktionsprogramm Bündnis gegen Depression und die Kampagne www.wie-gehts-dir.ch.