Bewegungsapparat

Kleiner Aufwand, grosse Wirkung

Von Mark Krüger · 2019

Falsche Sitzhaltung, zu wenig Bewegung, Übergewicht – alles Faktoren, die unserem Bewegungs- und Stützapparat das Leben schwer machen. Prävention ist das A und O, will man denn auf lange Sicht mobil bleiben.

Bei vielen Menschen in Industrienationen sieht der Alltag so aus: morgens aufstehen, mit dem Auto zur Arbeit, stundenlanges Sitzen vor dem PC, Stehen oder Ausüben gleicher Arbeitstätigkeiten, abends schnell noch etwas einkaufen gehen, Fernseher an, dann müde ins Bett fallen. Zeit für Bewegung an der frischen Luft oder Sport?

Fehlanzeige. Jemand, der über diese Verhaltensweise wenig erfreut ist, ist unser Bewegungsapparat und insbesondere der Rücken. Prompt meldet dieser sich zu Wort in Form von Schmerzen. Nach Angaben der Rheumaliga Schweiz leiden rund 80 Prozent der Erwachsenen einmal oder wiederholt im Leben an Rückenschmerzen. Die gute Nachricht: Meist stecken dahinter harmlose Verspannungen, die sich schnell wieder in Luft auflösen. Wichtig: in Bewegung bleiben, um Fehlhaltungen und die Gefahr weiterer Verspannungen zu vermeiden. Auch Wärme hilft dabei, die Muskultur zu relaxen. Verschleiss und Co. vorbeugen Um Rückenschmerzen, aber auch andere sogenannte muskuloskelettale Erkrankungen wie Arthrose, Rheuma oder Osteoporose vorzubeugen, ist Bewegung das beste Rezept. Der Zeitaufwand hält sich dabei in Grenzen: Laut einer im «The Lancet» veröffentlichten Studie reicht ein täglich 15-minütiges beziehungsweise wöchentlich 90-minütiges leichtes Training völlig aus, um Rückenschmerzen vorzubeugen und nebenbei das Herz-Kreislauf-System in Schwung zu halten. In welchem Alter man mit regelmässiger Bewegung, wie zum Beispiel Schwimmen oder Nordic Walking, beginnt, spielt dabei übrigens keine Rolle. Fakt ist auch: Der Nutzen ist immens gross: Denn wer regelmässig Übungen zur Kräftigung und Dehnung der Muskulatur macht und leichten Ausdauersport betreibt, verringert das Risiko für Rückenschmerzen um 35 Prozent, das für Krankschreibungen sogar um 78 Prozent.