Partnertherapie

Krise in der Partnerschaft? Eine Paartherapie kann helfen!

Von Gabriele Hellwig · 2014

Ein langes und glückliches Leben zu zweit ist nicht selbstverständlich. Damit eine Partnerschaft auf Dauer stabil und glücklich bleibt, muss sie gepflegt werden, um den Belastungen des Alltags standhalten zu können.

Die Liebe ist wie eine Pflanze, die gehegt und gepflegt werden muss, um gedeihen zu können.
Denn sonst wird sie allmählich verschüttet: von Stress, Unachtsamkeit und der Schwierigkeit, miteinander zu reden. 
Meinungsunterschiede oder kleine Konflikte sind normal und gehören zum Leben und einer Partnerschaft dazu. Treten Beziehungsprobleme allerdings sehr häufig und intensiv auf, sollte versucht werden, diese gemeinsam und aktiv zu bewältigen. Sonst wird die Beziehung stressig,
der Alltag zur Qual.

Reden hilft

Es ist wichtig, in solchen Fällen mit dem Partner zu reden und zu versuchen, die Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen. Doch oft sind die Fronten schon verhärtet. Gespräche sind kaum noch möglich, ein respektvoller Umgang findet nicht mehr statt. Im schlimmsten Fall zweifelt ein Partner bereits, ob er mit dem anderen zusammenbleiben möchte.
Viele Paare wünschen sich daher Hilfestellungen, um die Qualität ihrer Beziehung zu erhalten oder zu verbessern. Eine Paarberatung oder Paartherapie kann hilfreich sein. Gemeinsam mit einem Therapeuten werden die alltäglichen Probleme beleuchtet und Lösungen erarbeitet. Greifen die Paarprobleme auch in den sexuellen Bereich hinein, zum Beispiel Lustlosigkeit oder Erektionsstörungen, empfiehlt sich eine Sexualtherapie. Die meisten Paartherapeuten bieten beides an: sowohl die Paar-, als auch die Sexualtherapie.
Leidet einer der Partner unter einer depressiven Erkrankung, ist professionelle Hilfe fast unumgänglich. Sonst infizieren die Symptome Schwermut, Interesselosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Unruhe auf die Dauer auch den Partner und das Klima in der Partnerschaft. Der Partner ermüdet und das anfängliche Verständnis weicht mit der Zeit kritisierendem Verhalten oder Rückzug. In einer Paartherapie kann gelernt werden, wie man den depressiven Partner wirklich unterstützen kann, ohne sich selbst aufzugeben.