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Fachbeitrag

Psoriasis erfolgreich behandeln

Von Christina Inglin, Schweizerische Psoriasis- und Vitiligo-Gesellschaft · 2017

Prof. Dr. med. Dr. sc. nat. Alexander Navarini

Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Hautkrankheit. Ihre Therapie verlangt klar formulierte Ziele, erklärt Prof. Dr. Dr. ­Alex­an­der Navarini vom UniversitätsSpital Zürich.

Psoriasis tritt in verschiedenen Ausprägungen auf. Die meisten Betroffenen leiden an Psoriasis vulgaris (gewöhnliche Schuppenflechte), bei der die Haut gerötete oder stark schuppende Entzündungsherde aufweist, die den ganzen Körper betreffen und stark jucken können. Psoriasis betrifft aber nicht nur die Haut: Ungefähr 20 Prozent der Betroffenen entwickeln eine schmerzhafte Psoriasis-Arthritis, die Gelenke, Sehnen und Wirbelsäule befallen kann. Bei Psoriasis führen fehlgeleitete Signale im Immunsystem zu dessen Überreaktion: Es aktiviert sich selbst, obwohl Erreger wie Bakterien oder Viren fehlen. Auslöser dafür können Stressfaktoren wie Infekte, Operationen, aber auch psychischer Stress sein.

Therapie: Was erwarten Patienten?

Kontakt

Prof. Dr. med. Dr. sc. nat.
Alexander Navarini
ist Kliniker, Wissenschaftler und Förderungsprofessor. Er arbeitet am UniversitätsSpital Zürich als Oberarzt und stellvertretender Leiter der Poli­klinik Dermatologie, wo er unter anderem die Kontaktallergie- und die Psoriasis-Sprechstunde leitet. Prof. Navarini ist im Vorstand der Schweizerischen Psoriasis- und Vitiligo-Gesellschaft (SPVG).  

Schweizerische Psoriasis- und Vitiligo-Gesell­schaft (SPVG)
Die gemeinnützige Patientenorganisation setzt sich in der ganzen Schweiz für Menschen mit Psoriasis (Schuppenflechte) und Vitiligo (Weissfleckenkrankheit) ein. Informationen unter

www.spvg.ch

Das Therapieangebot ist gross und seit einiger Zeit gibt es für die Behandlung der mittelschweren und schweren Psoriasis neue systemische Medikamente, namentlich Biologika, die das Immunsystem gezielt beeinflussen. Bei der Wahl der Behandlung ist deshalb für Alexander Navarini neben dem objektiven Schweregrad der Erkrankung die persönliche Situation der Patienten entscheidend: «Im Zentrum jeder Therapie sollte die Antwort auf die Frage stehen, welche Erwartungen die Patienten haben und welche Nebenwirkungen sie dafür in Kauf nehmen. Die einen wünschen sich das Verschwinden aller Hautveränderungen, andere stören die schuppenden Herde kaum und sie sind mit einer milderen Therapie zufrieden. Den meisten Patienten ist es auch nicht egal, dass ein Medikament 30‘000 Franken pro Jahr kostet, auch wenn das die Krankenkasse übernimmt.» Diese wichtigen Fragen sollten Ärzte und Patienten gemeinsam beantworten, bevor sie über eine geeignete Therapie sprechen. Erst wenn die Erwartungen klar definiert sind, kann das Behandlungsziel realistisch formuliert und können Enttäuschungen vermieden werden.